SPD Harleshausen mit neuem Vorstand gegen Schließung der Bezirksstellen und für "Fracking"-Moratorium

Presse

Harleshausen. Auf seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung hat der SPD Ortsverein Kassel-Harleshausen einen neuen Vorstand gewählt.
Sein langjähriger Vorsitzender Hubert Hackenschmidt trat, wie angekündigt, nicht zur Wiederwahl an. Als sein Nachfolger wurde Carsten Höhre und als Stellvertreter Adolf Hilke und Markus Manß gewählt. Schriftführer wurden Marie-Luise Ros und Reinhard Wintersperger (Stellvertreter).

In den Beschlüssen wendet sich der Ortsverein gegen die geplante Schließung der Bezirksstellen: Rund 10% aller Nutzerinnen und Nutzer der Bezirksstellen, kämen allein nach Harleshausen. Noch dazu sei das Argument Synergien mit den Schließungen schaffen zu wollen und Kosten zu sparen nicht nachvollziehbar. So müsse das Bürgerbüro im Rathaus extra vergrößert und Kassel Marketing in neue Räume umziehen. Das verursache zusätzliche Kosten, auch in Folgejahren.
Darüber hinaus wendet sich der die SPD Harleshausen gegen den Verkauf der Wohnstadt durch das Land Hessen: Wohnen sei Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum gehöre zu den wichtigsten Infrastrukturleistungen des Landes, die Nassauische Heimstätte, mit ihrer Tochter Wohnstadt, sei dafür ein unverzichtbarer Partner.
Schließlich wenden sich die Sozialdemokraten auch kategorisch gegen die Erschließung sog. "Unkonventioneller Erdgasvorkommen" mittels Fracking. Bei diesem Verfahren wird durch Einpressen von mit Chemikalien durchsetzten Wassers, Gestein aufgebrochen, um Risse im unterirdischen Gestein zu erzeugen, damit das Gas gefördert werden kann. Die Chemie verbleibt im Gestein und könne das Trinkwasser gefährden. Die Methode ist umstritten und nicht ausgereift. Gerade in der Mineralwasserregion Nordhessen wäre eine solche Verunreinigung eine Katastrophe. Hinzu komme, dass die Ausbeutung dieser Gasquellen den Bestrebungen in der Region die Erneuerbaren Energien voranzubringen massiv widerspreche. Es handele sich bei dem abzulehnenden Verfahren lediglich um die Ausbeutung endlicher fossiler Energieträger, die in der Ökobilanz nicht günstiger sei, als z.B. die Förderung von Braun- oder Steinkohle. Der SPD Ortsverein fordert nicht nur einen Aufschub der Entscheidung, wie sie Umweltministerin Puttrich angekündigt hat, sondern ein Moratorium im Stile NRWs.

 
 

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